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Fünf Wege, um aktiv gegen ISDS & Unternehmensstraflosigkeit vorzugehen!

Du willst also WIRKLICH aktiv werden? Das Anklicken von Online-Petitionen ist wichtig, aber es wird nie ausreichen, um echte Veränderungen zu erreichen. Dazu müssen wir die Botschaft dorthin tragen, wo sie tatsächlich zählen wird – in die reale Welt.

Jetzt, da die Europawahlen vom 23. bis 26. Mai stattfinden, brauchen wir Menschen wie Dich, um Unterstützung für unsere Kampagne zu gewinnen – sowohl auf der Straße als auch in den Korridoren der Macht. Wir versuchen, Kandidat*innen dazu zu bringen, uns ihr schriftliches Versprechen zu geben, um zu zeigen, dass sie die Kampagne unterstützen.

Und damit Du uns dabei helfen kannst, haben wir hier fünf Ideen vorbereitet, wie Du in deiner Stadt richtig Wirbel und den EU-Wahlkampf richtig in Schwung bringen kannst.

Aber für welche der Aktionen Du Dich auch entscheidest, sag uns Bescheid, damit auch andere davon erfahren. Auch wenn Du die Unterstützung einer*s MdEP-Kandidaten*in gewinnst, lass es uns wissen!

1. Wahlveranstaltungen- und Debatten aufmischen

Dies ist die Option, die am wenigsten Organisation erfordert und super effektiv sein kann. Informier Dich, was während des Wahlkampfes in Deinem Land vor sich geht, und tauch einfach mal auf einer Veranstaltung auf. Fast immer wird es eine Art Frage- und Antwortstunde geben, die Dir die Möglichkeit eröffnet, die Kandidat*innen aufzufordern, die Kampagne zu unterstützen! Aber wenn Du das tun willst, musst Du gut vorbereitet sein. Hier sind einige wichtige Dinge, die Du dir merken solltest:

  • Sei klar und prägnant. Du hast nur wenige Sekunden Zeit, um Dein Anliegen vorzutragen. Deswegen muss jedes Wort sitzen! Bereite also gut vor, was du sagen möchtest.
  • Formuliere Deinen Punkt als Frage. Damit gewinnst du Sympathien und spielst den Ball wieder auf die Seite des*r Politikers*in.
  • Bring ein Plakat mit dem Versprechen zur Kampagnenunterstützung mit, und bitte den*die Kandidaten*in ein Foto damit zu machen. Politiker*innen lieben Fotomöglichkeiten. Einen Vordruck kannst du hier herunterladen!
  • Versuche, nach der Veranstaltung mit dem*der Politiker*in zu sprechen. Manchmal gelingt es Dir trotz aller Bemühungen nicht, eine Frage zu stellen oder die Antwort ist nicht 100% schlüssig. Gib nicht auf! Versuch einfach, nach der Veranstaltung noch einmal mit dem*der Politiker*in zu sprechen und bitte Ihn*Sie, die Kampagne zu unterstützen!
  • Kontaktiere wohlgesonnene Politiker*innen vor der Veranstaltung. Wenn Dein*e Politiker*in erwartet, dass Du kommst und Dein Anliegen kennt, wird er*sie Dich bei der Sitzung eher öffentlich unterstützen.
  • Bring deine Freunde mit. Je mehr ihr seid, desto stärker ist die Botschaft! Wenn Politiker*innen ähnliche Botschaften von verschiedenen Menschen hören, ist das eindrücklicher. Du kannst dann auch einen Stand aufstellen oder eine kleine Aktion durchführen.
  • Registriere das erhaltene Versprechen nach der Veranstaltung. Das ist sehr wichtig, damit wir davon erfahren und die Nachricht weitertragen können.
2. Spreche direkt mit den Kandidatinnen

Wenn Du mehr als eine Minute Zeit haben möchtest, um mit den Kandidat*innen zu sprechen, dann ist es besser, wenn Du direkt an sie herantrittst. Du könntest sogar versuchen, ein Treffen selbst zu organisieren. Hier sind einige Tipps, die Dir dabei helfen könnten:

  • Stell das Treffen als Übergabeaktion der gesammelten Unterschriften dar. Wir haben bereits über eine halbe Million Unterschriften mit der Petition gesammelt. Nutze die Popularität der Kampagne, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ruf das Büro des*r Politikers*in an und sage, dass Du die gesammelten Unterschriften gerne übergeben würdest.
  • Finde so viel wie möglich über die Kandidat*innen heraus. MdEP-Kandidat*innen sind nicht so sehr an Aufmerksamkeit gewöhnt wie nationale Politiker*innen. Wenn Du zeigst, dass Du aus einem bestimmten Grund mit ihnen sprechen willst, wirst du höchstwahrscheinlich angehört.
  • Versuche, andere Gruppen einzubeziehen. Wenn Du beispielsweise mit einem*r sozialdemokratischen Kandidaten*in sprichst, wird die Einbeziehung lokaler Gewerkschaftsvertreter*innen zu mehr Aufmerksamkeit beitragen.
  • Lobe positive Ergebnisse. Wenn die Person, die Du zu erreichen versuchst, bereits Mitglied des Europäischen Parlamentes ist, dann lobe sie für ihre Abstimmung gegen ISDS, TTIP oder die Straflosigkeit von Unternehmen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich bereit erklärt, die Kampagne zu unterstützen.
3. Protest

Wenn sie nicht zuhören, wenn du nett fragst – protestiere! Proteste können ein wirksames Mittel sein, um Deine Botschaft an die breite Öffentlichkeit und die Medien zu vermitteln.

  • Sag der lokalen Presse Bescheid. Wenn du eine coole Protestaktion planst, sollten die Leute davon erfahren. Dabei kann die Veröffentlichung einer Pressemitteilung in den lokalen Medien sehr hilfreich sein.
  • Verwende die sozialen Medien. Lade Leute über die sozialen Netzwerke zu deiner Aktion ein. Vielleicht schaffst du es auch, dass dein Protest von Leuten mit einer großen Anhängerzahl geteilt wird – dann bekommst du noch mehr Aufmerksamkeit. Denk auch dran, die Seiten von Politiker*innen zu erwähnen, die du ansprechen möchtest.
  • Mach es optisch interessant. Die Leute lieben buntes Theater. Sei also kreativ – ohne, dass es zu viel Aufwand macht. Manchmal kann das Einfachste eine große Wirkung haben. Nehmen wir zum Beispiel die Gelbwesten in Frankreich – es ist nur eine gelbe Jacke, aber jeder erkennt sie jetzt sofort als Symbol dieser Bewegung.
4. Einen Stand aufbauen

Ein Stand kann auch eine gute Möglichkeit sein, mit Leuten auf der Straße in Kontakt zu treten. Du kannst ihn verwenden, um zusätzliche Unterschriften für die Petition zu erhalten, mit den Leuten über die Kampagne zu sprechen und neue Unterstützer*innen zu gewinnen.

  • Stände sind noch effektiver, wenn sie sich in der Nähe oder bei einem wichtigen Ereignis befinden. Schau also nach, ob es in Deiner Nähe eine lokale Wahlkampfveranstaltung gibt?
  • Oder findet vielleicht ein thematisch verwandter Protest (wie z.B. zum Klimawandel) statt? Das sind Möglichkeiten und Orte, um das Thema und die Kampagne bekannter zu machen. Nutze sie!
5. Einen Brief schreiben

Häufiges Schreiben an Kandidat*innen kann überraschend effektiv sein. Die Kandidat*innen auf einen Sitz im Europäischen Parlament sind den öffentlichen Druck nicht so gewöhnt wie nationale Parlamentarier*innen. Es muss nicht lange dauern und es muss auch nicht der perfekte Brief sein, in dem du alles zum Ausdruck bringst, was du schon immer loswerden wolltest. Bereits ein paar Sätze können große Wirkung erzielen.

  • Konzentrier dich also auf die wichtigsten Punkte und zentralen Forderungen der Kampagne: Konzernklagerechte müssen gestoppt und Unternehmen endlich für ihre Schandtaten zur Verantwortung gezogen werden.
  • Denk daran, ihn*sie zu bitten, dass sie die Kampagne unterstützt. Wir brauchen im nächsten Europäischen Parlament so viele Freunde wie möglich. Wenn du eine Antwort erhältst, lass es uns bitte über das Online-Formular wissen.